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In die Region Göttingen – der Bildung wegen
- Bildung eröffnet zunächst für jeden Einzelnen Lebensperspektiven – zur umfassenden gesellschaftlichen und kulturellen Teilhabe in einer parlamentarischen Demokratie. Und für die eigene Berufslaufbahn. Nur wer Freude am Lernen verspürt und Zeit seines Lebens neugierig bleibt, wird in der Lage sein, die Herausforderungen zu bewältigen, die hoch entwickelte Gesellschaften an ihre Mitglieder stellen. Auch die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen hängt davon ab, ob sie ausreichend qualifizierte, motivierte und zuverlässige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigen. Dritte Ebene: Die Qualität des Bildungssektors bestimmt entscheidend die Konkurrenzfähigkeit von Standorten – ganz gleich, ob es sich dabei um Städte und Gemeinden, Landkreise oder Regionen handelt.
- Der Prozess „Bildungsregion Göttingen“ nimmt die Bewohnerinnen und Bewohner der gesamten Region Göttingen in den Blick – also nicht nur Stadt und Landkreis Göttingen, sondern auch die bildungspolitisch eng mit ihnen kooperierenden Landkreise Northeim und Osterode am Harz. Grundintention: Kein Kind, kein Jugendlicher soll „verloren gehen“ – alle Erwachsenen sollen einbezogen werden in die Möglichkeiten des Lebens begleitenden Lernens. Dazu muss die Zusammenarbeit zwischen den Institutionen verbessert und ein konstruktiver Diskurs über die besten Wege zu gutem Lernen geführt werden. Und nicht zuletzt: An die definierten Zielgruppen in anderen Teilen Deutschland und Europas soll die Aufforderung vermittelt werden: „In die Region Göttingen – der Bildung wegen“.
- Initiatoren und Verantwortliche der „Bildungsregion Göttingen“ unterstützen vor diesem Hintergrund Kindertagestätten und Schulen, Hochschulen und Universitäten, Weiterbildungsträger und betriebliche Ausbildungsstätten in ihrem Engagement für eine verbesserte Aus- und Weiterbildung junger Menschen und weiterbildungsinteressierter Erwachsener. Die Akteure der „Bildungsregion Göttingen“ tun dies projektorientiert – beispielsweise durch die Umsetzung der Ideen, die große Arbeitgeber wie SAP, Siemens und die Helmholtz Gemeinschaft gemeinsam mit dem Bundes-Bildungsministerium unter der Überschrift „Haus der kleinen Forscher“ entwickelt haben.
- Die „Bildungsregion Göttingen“ misst dem Projekt „SchulBetrieb“ eine besondere Bedeutung zu. Es soll dient einer weiteren Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Schulen und Betrieben. Gemeinsam wollen die Träger des „SchulBetriebs“ - zu denen die „Regionen des Lernens“ der drei Landkreise gehören - strategisch angelegte Lernpartnerschaften zwischen allgemein bildenden Schulen und Unternehmen der Region initiieren.
- Zu den Kerngedanken der „Bildungsregion Göttingen“ zählt der Anspruch, soziale Unterschiede in der Gesellschaft durch die Förderung von Bildung zu reduzieren. Nicht in erster Linie die Höhe von Transferleistungen prägt die Chancen bildungsferner Schichten auf gleichberechtigte Teilhabe an der politischen und ökonomischen Entwicklung der Region. Vielmehr können sich nur ausreichend ausgebildete und in ihren sozialen und kommunikativen Kompetenzen unterstützte Personen auf dem Arbeitsmarkt und in der Gesellschaft behaupten.
- Den Ausgangspunkt zu diesem Vorgehen bildete eine Initiative, die die Landtagsabgeordneten Dr. Gabriele Andretta (SPD), Dr. Harald Noack (CDU) und Stefan Wenzel (Bündnis 90/Die Grünen) bereits im Jahr 2006 Wahlkreis- und Partei übergreifend gestartet hatten. Gemeinsame Erkenntnis: Die Zukunftsfähigkeit der Region hängt vom Verlauf der Bildungsbiographien der Kinder und Jugendlichen ab. Die Initiatoren gehen dabei von der Erkenntnis aus, dass kurzfristige - zumal messbare - Erfolge der gemeinsamen Bemühungen nicht zu erwarten sind. Sie verbinden deshalb die Politik des entschiedenen und konsequenten Handelns mit der Strategie des langen Atems.
- Abgestimmt wurde Strategie in den darauf folgenden Jahren zwischen dem Regionalverband Südniedersachsen als Träger sowie der Bildungsgenossenschaft Südniedersachsen(BIGS), der Bürgerstiftung Göttingen und dem Verein „Impuls – Schule und Wirtschaft“. Finanziell und fachlich unterstützt wird der Prozess von der Niedersächsischen Landesregierung.
- Angesichts des demographischen Wandels wird künftig eine sinkende Zahl Erwerbstätiger für Wertschöpfung in Wirtschaft und Gesellschaft zu sorgen haben. Unter volkswirtschaftlichen und sozialen Aspekten muss deshalb die Quote der jungen Leute, die die Schule ohne Abschluss verlassen, deutlich gesenkt werden.
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